St. Pöltner Künstlerbund

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KUNST:WERK ST. PÖLTEN

Franz Rupp

Franz Rupp

1938 Geboren am 8. Februar in Wiesing/Herzogenburg

  • 1962 Beginn der bildnerischen Tätigkeit durch Teilnahme an Volkshochschulkursen, später jahrelang Besuch von Seminaren in Wien, St. Pölten usw. mit Kompositionslehre durch Prof. Robert Schmitt
  • 1974 Aufnahme in den St. Pöltner Künstlerbund
    1974 Gründung der Künstlergruppe PENTA, seither Obmann
  • 1980 Obmann-Stv. des St. Pöltner Künstlerbundes bis 2006
  • 1985 Leitung von Aquarellseminaren in Niederösterreich, Kärnten, im Burgenland und im benachbarten Ausland
  • 1991 Mitbegründer der St. Pöltner Sommerakademie
  • 1994 Vorstandsmitglied des Landesverbandes der NÖ Kunstvereine
  • 2002 Obmann-Stv. des Fördervereins „Kulturbezirk St. Pölten“ bis 2006
  • 2014 XYCRON-Vereinigung der Xylographen Niederösterreichs – Ehrenmitglied

Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland

Preise

  • 1986 Auszeichnung beim 4. EURO-GRAND-PRIX d´ ART
  • 1990 Auftragsarbeiten für das Königreich Jordanien für Zwecke der Tourismuswerbung
  • 1990 Jakob Prandtauer-Preis der Landeshauptstadt St. Pölten
  • 2004 Verleihung des Berufstitels Professor
  • 2019 Auszeichnung beim internationalen Hahnemühle-Kalenderwettbewerb
Franz Rupp, Blick zum Ostrong - Aquarell, 2010
Franz Rupp, Blick zum Ostrong - Aquarell, 2010
Franz Rupp, Strandverkäuferin auf Kho Samui - Aquarell, 2010
Franz Rupp, Strandverkäuferin auf Kho Samui - Aquarell, 2010
Franz Rupp, Selbstbewusst - Aquarell, 2016
Franz Rupp, Selbstbewusst - Aquarell, 2016
Franz Rupp, Höhlen-Sekte - Acryl, 2017
Franz Rupp, Höhlen-Sekte - Acryl, 2017
Franz Rupp, Tulpen im Wind - Aquarell, 2018
Franz Rupp, Tulpen im Wind - Aquarell, 2018
Franz Rupp, Pinien auf Elba - Aquarell, 2018
Franz Rupp, Pinien auf Elba - Aquarell, 2018
Franz Rupp, Auf der Flucht - Holzschnitt col., 2020
Franz Rupp, Auf der Flucht - Holzschnitt col., 2020
Franz Rupp, Aktstudie - Tusche, 2020
Franz Rupp, Aktstudie - Tusche, 2020

Artist Statement

Die Malerei bereichert mein Dasein schon seit rund 60 Jahren. Auch neben meinem Hauptberuf in der Nö. Gebietskrankenkasse (vom Sachbearbeiter bis zum Generaldirektor) war sie stets mein anspruchsvoller Wegbegleiter.
Grundsätzlich zähle ich mich zu den Ästheten in der Malerei. Die Reduktion auf das Wesentliche eines Motivs bestimmt mein Tun, ob bei Landschaften, Porträts oder Aktbildern. Auf Reisen halte ich gerne die Flüchtigkeit von Eindrücken in kleinformatigen Aquarellen, die ich als Stenogramme bezeichne, fest.
Am liebsten arbeite ich in der Natur oder mit einem Modell, bei abstrakten Darstellungen bevorzuge ich das Atelier.

Franz Kaindl über Franz Rupp

FRANZ RUPP – DIE SPONTANEITÄT DES TUNS

„Überblickt man die vielen Blätter des Künstlers, welche sich mit der Landschaft beschäftigen, so fällt zunächst auf, dass der Großteil dieser Aquarelle gewissermaßen nicht „ausgemalt“ ist, das heißt, die Farbe das Blatt nicht zur Gänze bedeckt, sondern das Weiß des Papiers „stehen“ bleibt, und damit eine nicht unwesentliche Rolle in der Bildgestaltung übernimmt…

Rupp schöpft seine Farbigkeit aus dem Augenblick des Sehens, des Malens und kaum aus der Erinnerung an das Gesehene und Erlebte, und schon gar nicht aus einer Kontraposition zur Natur … Zunächst einmal ist zu bemerken, dass er seine Bildwelt mit großen Pinselzügen zusammenhält und seine Formensprache eine reduzierte, sich auf das Wesentliche beziehende, ist.

Wie schon in den Landschaftsaquarellen finden sich auch in den Aktmalereien Rupps keine Bleistiftvorzeichnungen. Es genügt ihm der Pinsel vollends, um seine Absichten zu erreichen … Dabei kommen ihm die Wendigkeit und Raschheit seiner aquarellistischen Fähigkeit zugute …

Das im Zusammenhang mit seinen Aktblättern Gesagte gilt weitgehend auch für die Porträts, die Rupp nur so aus der Hand zu fließen scheinen. Meistens entstehen mehrere im Verlauf einer Sitzung und immer handelt es sich um rasch und auch vehement hingesetzte, knapp, aber treffend gemalte Aquarelle, welche in vielen Fällen das Merkmal des Skizzenhaften an sich tragen, wobei das Wort Skizze als die Möglichkeit eines Entwurfes, einer Deutung der porträtierten Persönlichkeit zu verstehen ist.

 

Rasches Erfassen, blitzschnelles Ordnen der Zusammenhänge und ebenso rasches Konkretisieren auf der Blattfläche charakterisieren weitgehend seine Malerei. Damit wird auch klar, dass die Bedächtigkeit formaler Konstruktionen nicht seine Sache ist und auch nicht ein Malvorgang, welcher sich über Dutzende Lasierungen hinzieht.“

„Was Kunst ist, spürt man, es bedarf keiner langwierigen Erklärung“

Franz Rupp

Bildquellen

  • Rupp-Franz-web-1200: Helmut Henninger
  • Nr-1-Franz-Rupp-Blick-zum-Ostrong-Aquarell-2010-web-800: Foto: Gerda Jaeggi
  • Nr-2-Franz-Rupp-Strandverkaeuferin-auf-Kho-Samui—Aquarell-2010-web-800: Foto: Franz Rupp
  • Nr-3-Franz-Rupp-Selbstbewusst-Aquarell-2016-web-800: Foto: Franz Rupp
  • Nr-4-Franz-Rupp-Hoehlen-Sekte-Acryl-2017-web-800: Foto: Franz Rupp
  • Nr-5-Franz-Rupp-Tulpen-im-Wind-Aquarell-2018-web-800: Foto: Franz Rupp
  • Nr-6-Franz-Rupp-Pinien-auf-Elba-Aquarell-2018-web-800: Foto: Franz Rupp
  • Nr-7-Franz-Rupp-Auf-der-Flucht-Holzschnitt-col-web: Foto: Franz Rupp
  • Nr-8-Franz-Rupp-Aktstudie-Tusche-2020-web-800: Foto: Franz Rupp